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♻ Der große Ratgeber um Entsorgung, Abfall und Mülltrennung

Gelbe Tonne oder Wertstofftonne? 

Die heute übliche Abfalltrennung wurde in Deutschland bereits vor rund 25 Jahren eingeführt. Und noch immer gibt es einige Unklarheiten. Vor allem was den Inhalt der Gelben Tonne betrifft. Schon Kinder lernen: Pappe und Papier kommt die Altpapiertonne, Glas in die Glastonne und Kunststoff … wie war das gleich nochmal?

Plastikabfall ist nicht gleich Plastikabfall

In die Gelbe Tonne kommt lediglich der Kunststoff, der in Privathaushalten als Verpackungsabfall anfällt. Das Verständnis für die unterschiedliche Kunststoffentsorgung ist genauso schwierig, wie jenes für Styropor. Bei beiden Materialien gilt: Was nicht als Verpackung den Weg in Ihren Haushalt fand, gehört nicht in den Gelben Sack oder in die Gelbe Tonne!

Diese Vorschrift ist nicht so leicht nachvollziehbar. Warum zum Beispiel dürfen Styroporkugeln, die zum Basteln verwendet wurden, nicht in den Gelben Sack? Warum ebenso nicht die Plastik-Wegwerfteller der Grillparty? Oft landen genau solche Gegenstände eben doch in der Gelben Tonne. Man spricht dann vom «Intelligenten Fehlwurf». Passiert dies nicht regelmäßig und nur in ganz kleinen Mengen, dürfte es kaum Konsequenzen haben, jedoch handhabt dies jeder Ort nach eigenem Ermessen. 

Das Duale System bestimmt, was in die Gelbe Tonne kommt

Wenn Sie verpackte Produkte kaufen, zahlen Sie jedes Mal eine geringe, im Kaufpreis enthaltene, Gebühr für die Rücknahme und Wiederverwertung der Verpackung. Dafür zuständig ist das Duale System. Materialien, die dem der Verpackungen zwar ähnlich sind, aber nicht als solche genutzt worden, enthalten die Gebühr an die Dualen Systeme nicht. 

Dass selbst gekauftes Styropor oder Kunststoffartikel aber gleichermaßen wiederverwertbar und damit ressourcenschonend sind, wurde mit der Zeit dem Gesetzgeber bewusst. Durch die Einführung der Wertstofftonne sollen nun alle Ressourcen genutzt werden.

Was kommt in die Wertstofftonnen?

Neben Leichtverpackungen gehören in die Wertstofftonne auch «stoffgleiche Nichtverpackungen». Dadurch werden die im Haushalt anfallenden Gebrauchsgegenstände aus Metall und Kunststoff ebenso wie Verpackungsabfälle gesammelt und gemeinsam wiederverwertet. Vor Einführung der Wertstofftonne galten diese, außer den Verpackungsabfällen, als Restmüll und wurden durch die entsprechende Tonne entsorgt. Sie landeten schließlich in der Müllverbrennung, wodurch wertvolle Ressourcen verloren gingen. Das heißt aber nicht, dass Sie alles, was Sie zu Hause wegwerfen möchten, in die Wertstofftonne geben dürfen! Folgende Dingen gehören nicht hinein:

  • Elektronische Geräte
  • Batterien
  • Textilien und Schuhe
  • Pappe 
  • Holz und Gartenabfälle
  • Küchenabfälle, abgelaufene Lebensmittel
  • Glas

Stattdessen dürfen beispielsweise in der Wertstofftonne entsorgt werden:

  • Bratpfannen und Töpfe
  • Besteck und Kochlöffel
  • Spielzeug aus Kunststoff oder Metall
  • Werkzeuge, Nägel, Schrauben, Eimer, Gießkannen
  • Blumentöpfe
  • Armaturen

Hauptargumente für die Wertstofftonne

Dank der Werkstofftonne können viel mehr Wertstoffe dem Recycling zugeführt werden. Schätzungsweise sieben Kilogramm sollen es pro Jahr und Haushalt sein. Den Hauptanteil machen nicht mehr benötigte oder kaputte Spielzeuge, alte Eimer und Töpfe aus. Beim Sortieren muss nur noch auf Stoffe, nicht jedoch auf Verpackungsabfall oder Nichtverpackungsabfall, geachtet werden. Ein großer Vorteil für den Verbraucher ist der, dass er nicht mehr umständlich zum Wertstoffhof fahren muss, sondern sich darauf verlassen kann, dass die Wertstofftonne vor der Haustüre geleert wird. 

Das System soll außerdem Fehler bei der Mülltrennung verhindern, indem es in Deutschland überall einheitlich geregelt ist.


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